Monika Plessner

Die Argonauten auf Long Island
Begegnungen mit Hannah Arendt, Theodor W. Adorno, Gershom Scholem und anderen

Mit einem Nachwort von Detlev Claussen
Als Monika Plessner 1951 ihren späteren Mann, den Philosophen und Soziologen Helmuth Plessner, kennenlernte - mit seinem viel zitierten im Exil entstandenen Buch "Die verspätete Nation" bekam sein Name publizistische Verbreitung - tauchte sie in eine ihr bis dahin unbekannte Welt ein. Ihre Aufzeichnungen vergegenwärtigen die Welt des deutschen Exils: von Hannah Arendt bis Gershom Scholem, von Adorno bis Kracauer, von Löwith bis Horkheimer. Es handelt sich um jene intellektuelle Gemeinschaft, die einst die Weimarer Republik bestimmte. Unvergessen bleibt ein Abend bei Adornos 1952, bei dem auch die Suhrkamps und Gershom Scholem eintreffen. Monika Plessner beobachtet genau, bemüht sich nicht, ihre Eindrücke nach Kriterien von Pietät und Gerechtigkeit zu ordnen, und auf diese Weise entstehen Bilder in kräftigen Farben. Das Grauen von Konzentrationslagern, Krieg und Exil schimmert durch, aber es werden nie belehrende Exerzitien. Die Distanz Plessners zu dieser Elite der fünfziger und sechziger Jahre verleiht den Erzählungen aber auch Biss, sogar Schärfe. Aus persönlichen Beobachtungen wird Zeitgeschichte.

Die Erstveröffentlichung ihrer Erinnerungen wurden 1998 von Thomas Karlauf betreut.
Mehr über Monika Plessner
Reihe
Einband
Klappenbroschur
Seiten
152
ISBN (Print)
978-3-86393-069-1
Preis (Print)
18,00
ISBN (eBook)
978-3-86393-533-7
Preis (eBook)
9,99
eBook Format
ePub
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