Steven E. Aschheim

Scholem, Arendt, Klemperer

Deutsch-jüdische Identität in Krisenzeiten
Jüdisch- und Deutschsein prägten schicksalhaft die Leben dreier herausragender Intellektueller – Gershom Scholem, Hannah Arendt und Victor Klemperer. Der israelische Historiker Steven Aschheim berichtet von der schwierigen Suche nach Identität in der Epoche der Shoah in Form einer komplexen „Geschichte von innen“. Sein Blick in die Briefe und Tagebücher offenbart die Kämpfe, Konflikte und persönlichen Schwankungen der drei Protagonisten, die erstaunliche Verbindungslinien ebenso zulassen wie den Blick auf gewagte Denkexperimente. Mit großer Sensibilität und interpretatorischer Finesse lädt Aschheim dazu ein, diese Dokumente als elaborierte Ausdrucksformen für die Komplexität des deutsch-jüdischen Verhältnisses neu zu lesen. Die spirituelle jüdische Selbstgewissheit Scholems, Arendts reflektierende und changierende Haltung zwischen Zionismus und deutsch-jüdischem Dialog sowie Klemperers verzweifelte Einsicht in das Scheitern jüdischer Assimilation bieten in ihrer geistigen Tiefe bis heute essenzielle Orientierungsmarken, um in der Gegenwart neue Möglichkeitsräume für deutsch-jüdisches Leben zu sichern.

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Mehr über Steven E. Aschheim
Stimmen zum Buch:

Tagesspiegel, 18.1.2024, “Was von der Blüte blieb: Drei jüdische Intellektuelle und der Holocaust” von Jakob Hessing

Frankfurter Allgemeine Zeitung “Literatur und Sachbuch”; Dienstag, 19. September 2023; “Durch die Epoche des Unheils” von Wolfgang Matz

Rezension, Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 26.10.2023; “Fragile Zugehörigkeit” von Michael Opitz

Reihe
Einband
Klappenbroschur
Seiten
149
ISBN (Print)
978-3-86393-165-0
Preis (Print)
18,-
ISBN (eBook)
978-3-86393-652-5
Preis (eBook)
9,99
eBook Format
ePub
Print Ausgabe
e-Book erhältlich bei
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