Alexander von Brünneck, Horst Dreier & Michael Wildt

ad Ernst Fraenkel
Der Doppelstaat

„Der Doppelstaat“ von Ernst Fraenkel (1898-1975) ist ein Standardwerk über Politik, Justiz und Recht im Nationalsozialismus. Seine These ist, dass im Nationalsozialismus zwei Formen der Herrschaft nebeneinander bestehen: Im »Normenstaat« gelten die bisherigen Rechtsvorschriften in dem Umfang weiter, wie es zur Funktionsfähigkeit des fortexistierenden kapitalistischen Wirtschaftssystems erforderlich ist und im »Maßnahmenstaat« wird nicht nach rechtlichen Regeln, sondern nach Kriterien politischer Opportunität entschieden, um die Herrschaft des Regimes zu sichern. Alexander von Brünneck führt werkbiografisch in das Werk Fraenkels ein, Horst Dreier analysiert die Rezeption und Bedeutung dieser klassischen Studie und Michael Wildt schließt das Bändchen ab mit einem Beitrag "Die politische Ordnung der Volksgemeinschaft. Fraenkels Doppelstaat reconsidered".

Alexander von Brünneck, geboren 1941 in Hermersdorf, Professor em. für Öffentliches Recht, insbesondere Staatsrecht und Verfassungsgeschichte an der Europa Universität Viadrina, unterstützte Ernst Fraenkel bei der Erstellung der ersten deutschen Ausgabe des Doppelstaates.

Horst Dreier war bis zu seiner Emeritierung im September 2020 Inhaber des Lehrstuhls für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Würzburg. Seine Dissertation von 1986 ("Rechtslehre, Staatssoziologie und Demokratietheorie bei Hans Kelsen") läutete die Wiederentdeckung Kelsens in der deutschen Staatsrechtswissenschaft ein.

Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus und lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. Buchpublikation u.a.: "Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes", Hamburg 2002.

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Reihe
ad
Einband
Klappenbroschur
Seiten
112
ISBN (Print)
978-3-86393-113-1
Preis (Print)
12,00
ISBN (eBook)
978-3-86393-569-6
Preis (eBook)
4,99
eBook Format
ePub
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